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Steckbrief
Rennvogel Cursorius cursor

Kurzinfos & Fakten

Größe
ca. 25 cm
Nahrung
Käfer, Heuschrecken, Raupen, Ameisen, Spinnen, Landschnecken, Eidechsen
Geschlechtsreife
im ersten Lebensjahr
Brutzeit
Februar
Eier / Gelege
2 Eier
Brutdauer
18 - 19 Tage
Zugverhalten
kein Zugvogel
Gefährdung
nicht gefährdet

Der Rennvogel (Cursorius cursor) ist eine Limikolenart aus Nordafrika und Asien, die zur Familie der Brachschwalbenartigen (Glareolidae) gehört. Die vom nördlichen Afrika bis nach Turkmenien vorkommende Art ist vor allem im südlichen Europa seltener Irrgast. Aus dem mitteleuropäischen Raum gibt es nur vereinzelte Beobachtungen, die überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Es werden in der Regel fünf oder sechs Unterarten für diese Art unterschieden.

Beschreibung & Aussehen

Der etwa 23 cm lange Rennvogel ist ein zierlich gebauter, regenpfeiferartiger Vogel mit einer auffallend aufrechten Haltung. Er hat relativ lange Beine, einen auffallend runden Kopf und einen nach unten gebogenen Schnabel. Das Gefieder ist auf der Oberseite einfarbig sandfarben hellbraun bis beige (was auch der englische Name Cream-coloured Courser deutlich macht), auf der Unterseite deutlich heller. Auffällig stechen der weiße Überaugenstreif und der darunterliegende schwarze Augenstreif hervor.

Diese laufen im Nacken v-förmig zusammen. Die hintere Hälfte des Oberkopfes ist bläulich grau gefärbt. Ebenso markant sind die schwarzen Schwingen. Im Flug fallen außerdem die recht langen, spitzen Flügel auf, die – wie auch die entspannten Flügelschläge – die Verwandtschaft mit den Brachschwalben deutlich machen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht.

Es gibt mehrere Unterarten (cursor, dahlakensis, bannermani, exsul, bogolubovi). Die südafrikanischen Unterarten werden heute zumeist einer eigenen Art – dem Rostrennvogel (C. rufus) – mit den Unterarten rufus und theresae zugeordnet.

Typisch ist für ihn ein sehr schnelles Laufen kurzer Strecken. Er hält dann plötzlich inne und sichert. Bei Störung flieht er in der Regel laufend. Er nutzt Bodenerhebungen zur Deckung aus.

Lebensraum

Im Gegensatz zu anderen Watvögeln bevorzugt der Rennvogel trockenes, offenes Gelände. Er besiedelt Wüstensteppen, Halbwüsten, Sanddünen und sandig-felsige Ebenen. Während der Zugzeiten kommt er auch auf trockenen Weiden sowie Kultur- und Brachland vor.

Der Rennvogel hat ein disjunktes Verbreitungsgebiet und ist im nördlichen Afrika, auf den kanarischen Inseln und Kapverden, im Nahen Osten und südwestlichen Asien bis Turkmenien verbreitet. Es handelt sich um Teilzieher, die nördlichen und nordwestlichen Bestände überwintern in Indien, Arabien, der Türkei und entlang des Südrandes der Sahara.

Nahrung & Jagdverhalten

Seine Nahrung besteht aus Gliederfüßern wie beispielsweise Käfern, Heuschrecken, Raupen, Ameisen und Spinnen. In geringerem Maße frisst er auch Landschnecken und Eidechsen.

Fortpflanzung, Balz, Brut, Jungvögel & Aufzucht

Rennvögel erreichen ihre Geschlechtsreife bereits im ersten Lebensjahr. Das Nest ist eine flache Mulde, die auf trockenem Boden gescharrt wird. Der Legebeginn ist auf den Kanaren und im Nordwesten Afrikas bereits im Februar. Das Gelege besteht gewöhnlich aus zwei Eiern. Diese sind rundoval, fahlbraun bis gelb und fein braun gefleckt. Die Brutdauer beträgt 18 bis 19 Tage, beide Elternvögel brüten. Die Jungvögel sind oberseits gefleckt mit einer schwächeren Kopfzeichnung als die Altvögel. Sie sind mit 26 bis 28 Tagen flügge.

Wichtiger Hinweis:

Dieser beschreibende Text basiert auf dem Artikel Rennvogel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.