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Steckbrief
Haubenlerche Galerida cristata

Kurzinfos & Fakten

Größe
ca. 18 cm
Gewicht
ca. 45 g
Alter
bis 7 Jahre möglich
Spannweite
durchschnittlich 35 cm
Nahrung
Samen von Wildkräutern und Gräsern, Kleintiere, Regenwürmer, Käfer, Fliegen, Schmetterlinge, Raupen, Schnecken, Spinnen
Feinde
Greivögel, Raubtiere
Geschlechtsreife
ca. mit einem Jahr
Paarungs- und Brutzeit
April - Juni
Eier / Gelege
2 - 5 Eier
Brutdauer
11 - 14 Tage
Zugverhalten
Zugvogel
Gefährdung
hochgradig gefährdet

Die Haubenlerche (Galerida cristata) ist eine Vogelart aus der Familie der Lerchen (Alaudidae). Ihr Bestand in Westeuropa ist hochgradig gefährdet.

Beschreibung & Aussehen

Die Haubenlerche wird etwa 18 cm groß und ca. 45 g schwer. Sie ist unauffällig gefärbt, von gedrungener Gestalt, hat einen kräftigen, gebogenen Schnabel, mittelhohe Füße, große, breite Flügel und eine Federhaube auf dem Kopf. Die Färbung des Federkleids ist dunkel-grau gestreift, die Unterseite ist weiß und im Bereich der Flügel rötlich. Ihr Schwanz weist einen rostbraunen Außensaum auf.

Stimme, Gesang & Ruf

Der Lockruf klingt wie „trüdritri-eh“ und bildet auch das Hauptmotiv des Gesanges, der oft vom Boden und manchmal im Fluge vorgetragen wird. Er ist sehr melodiös; der Vogel imitiert sogar andere Vögel.

Lebensraum

Im Allgemeinen bevorzugt die Haubenlerche offenes trockenes Grasland, ist aber auch an Feld- und Straßenrändern, in Industriegebieten, Häfen und in Städten anzutreffen. Ideal sind trockenwarme Flächen mit niedriger und lückenhafter Vegetationsdecke vorzugsweise auf lehmigen Sandböden. Eine fortschreitende Bodeneutrophierung beschränkt dabei zunehmend geeignete Habitate. Das Verbreitungsgebiet der Haubenlerche erstreckt sich über Eurasien von Portugal bis Nordostchina und Ostindien und von Südafrika bis nach Niger.

Die Haubenlerche ist ein Brutvogel der südlichen borealen Zone von West- und Südwesteuropa bis Korea und das Gelbe Meer. Die Südgrenze verläuft von Senegal und Gambia, Nigeria, Sudan, dem Norden Kenias und der Küste Arabiens über den Nordosten Indiens bis ins Tiefland von Nepal. Im Nordosten des Brutareals ist die Haubenlerche ein Zugvogel, ansonsten ein Standvogel. Für einzelne Individuen sind jedoch sehr weite Wanderungen nachgewiesen.

Nahrung

Die Nahrung der Haubenlerche besteht aus Samen von Wildkräutern und Gräsern, im Winter mit einem wechselnden Anteil an Kleintieren. Jungvögel benötigen animalische Kost. Zu der animalischen Kost, die Haubenlerchen fressen, zählen Regenwürmer, kleine und mittelgroße Käfer, Fliegen, kleine Schmetterlinge, Raupen und selten kleine Schnecken sowie Spinnen.

Fortpflanzung, Brut & Jungvögel

Das Weibchen baut ein gut getarntes Nest am Boden, manchmal auch an Böschungen und Steinmauern. Zwischen April und Juni werden zweimal je zwei bis fünf Eier gelegt, die elf bis vierzehn Tage bebrütet werden. Die Jungen verlassen das Nest neun bis elf Tage nach dem Schlüpfen.

Wichtiger Hinweis:

Dieser beschreibende Text basiert auf dem Artikel Haubenlerche aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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