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Steckbrief
Heckenbraunelle Prunella modularis

Kurzinfos & Fakten

Größe
ca. 15 cm
Gewicht
ca. 20 g
Alter
bis 5 Jahre möglich
Flügelspannweite
durchschnittlich 20 cm
Nahrung
Raupen, Käfer, Larven, Puppen, Spinnen, Samen, Brennnessel, Ampfer, Holunder, Mohn, Miere, Vogelknöterich, Gauchheil, Portulak, Gräser, Seggen, Samen der Erle
Feinde
Raubtiere wie Marder, Wiesel, Katzen, Eichhörnchen, Sperber, Elster
Geschlechtsreife
ca. nach einem Jahr
Paarungs-und Brutzeit
ab März, April & Juli
Eier / Gelege
3 - 6 grünblaue Eier
Brutdauer
13 - 14 Tage
Zugverhalten / Wanderungen
Je nach Verbreitungsgebiet: Standvogel, Teilzieher, Zugvogel
Rote Liste / Gefährdung
Ungefährdet

Die Heckenbraunelle (Prunella modularis) ist eine Vogelart aus der Gattung Braunellen, der einzigen Gattung in der gleichnamigen Familie Braunellen (Prunellidae). Die Heckenbraunelle ist in Mitteleuropa ein weit verbreiteter und häufiger Brut- und Sommervogel, der wegen des unauffälligen Gefieders aber meist nur durch seine Lautäußerungen auffällt. In einigen Gebieten Mitteleuropas ist sie sogar ein Jahresvogel. Heckenbraunellen sind besonders in jungen Fichtenbeständen anzutreffen. Im Gebirge kommen sie bis in die Knieholzregion vor.

Beschreibung & Aussehen

Die Heckenbraunelle ist knapp 15 cm lang und damit etwas kleiner als ein Sperling. Sie wiegt durchschnittlich 20 Gramm. Brust und Kopf sind bleigrau bis schiefergrau; Rücken und Flügel sind satt dunkelbraun und schwarz gestreift. Der dunkle, dünne Schnabel ist charakteristisch. Männchen und Weibchen sehen gleich aus.

Stimme, Gesang & Ruf

Der Ruf ist ein dünnes, hohes „ziht“; der Gesang besteht aus einem eiligen, schlichten, nicht lauten, auf- und absteigenden Klirren.

Lebensraum

Die Heckenbraunelle lebt an Waldrändern, in Gärten, Parks und Gebüschen, in den Alpen auch in der Krummholzzone. Ihre höchste Siedlungsdichte erreicht sie auf Flächen, die sehr dicht mit Jungfichten bestanden sind. Hier können je 10 Hektar zwischen fünf bis fünfzehn Brutpaare vorkommen. Auf Nadelwaldflächen mit höherem Nadelbaumbestand sinkt die Siedlungsdichte auf zwei Paare ab. Vergleichbare Werte werden auch für Misch- und Laubwälder erreicht.

Nahrung & Jagdverhalten

Die Nahrung besteht im Sommer aus kleinen Raupen, Käfern, Larven, Puppen und Spinnen. Im Winter ernähren sie sich von feinen Samen. Zu den besonders stark genutzten Nahrungspflanzen zählen Brennnessel sowie Ampfer, Holunder, Mohn, Miere, Vogelknöterich, Gauchheil, Portulak sowie Gräser und Seggen. Im Frühjahr frisst sie auch Samen der Erle.

Fortpflanzung, Balz & Brut

Heckenbraunellen haben sehr komplexe Paarbeziehungen. Da auch die Weibchen Reviere besetzen und diese sich mit den Revieren von zwei Männchen überlappen können, haben Heckenbraunellenweibchen gelegentlich zwei Männchen als Partner. Genauso häufig haben Männchen mehrere Weibchen oder ein dominantes Paar besetzt ein Territorium, bei dem unterlegene, aber ebenfalls verpaarte Männchen bei der Brutpflege helfen.

Das Nest wird niedrig über dem Boden im Dickicht versteckt gebaut. Es befindet sich in der Regel zwischen 60 Zentimetern und drei Metern auf der Schattenseite eines Baumes, Strauches oder niedrigen Busches. Es besteht aus einem Napf aus Halmen, über das Moose verbracht werden. Dann wird es mit Haaren und Federn ausgepolstert. Es gibt zwei Jahresbruten im April und im Juli. Die erste Brut geht oft verloren.

Jungvögel & Aufzucht

Die auffallend gefärbten Eier sind im April in der noch spärlich ausgebildeten Vegetation eine leichte Beute für Nesträuber. Das Gelege besteht aus drei bis sechs grünblauen Eiern und wird 13 bis 14 Tage vorwiegend vom Weibchen bebrütet. Die Jungen werden dann von beiden Eltern noch 11 bis 14 Tage gefüttert.

Die Neuseeländischen Heckenbraunellen brüten in der Zeit von August bis Januar und ziehen in dieser Zeit zwei bis drei Gelege auf.

Wichtiger Hinweis:

Dieser beschreibende Text basiert auf dem Artikel Heckenbraunelle aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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