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  • Waldwasserläufer

    Tringa ochropus

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    Tringa ochropus

Steckbrief
Waldwasserläufer Tringa ochropus

Kurzinfos & Fakten

Größe
21 - 24 cm
Gewicht
50 - 80 g
Alter
bis 11 Jahre möglich
Spannweite
41 - 46 cm
Nahrung
Wasserinsekten, Krebstiere, kleine Fische
Geschlechtsreife
im ersten Lebensjahr
Paarungszeit
April
Brutzeit
ab Mitte/Ende April
Eier / Gelege
3- 4 grünlich bis gelbe Eier
Brutdauer
22 - 24 Tage
Zugverhalten
Zugvogel
Gefährdung
Ungefährdet

Der Waldwasserläufer (Tringa ochropus) ist eine Art aus der Familie der Schnepfenvögel. Es werden keine Unterarten unterschieden. Der Waldwasserläufer ist ein Brutvogel der borealen Nadelwaldzone Eurasiens, der in Mitteleuropa unter anderem auch in Deutschland und Polen brütet.

Beschreibung & Aussehen

Der 21 bis 24 cm lange Waldwasserläufer ist zwischen 50 und 80 g schwer und hat eine Flügelspannweite von 41 bis 46 cm. Er hat eine plumpe Körpergestalt und einen langen, schwärzlichen Schnabel. Das Gefieder ist auf der Oberseite dunkelbraun und zeigt ein rahmfarbenes Fleckenmuster, das im Winter nur schwach ausgeprägt ist. Kopf und Hals weisen graubraune Strichelungen auf. Die breite, weiße Schwanzwurzel und die schwarz gebänderte Schwanzspitze sind charakteristisch für den Vogel. Im Flug sind der weiße Schwanz mit dunklen Endbinden und der dunkle Unterflügel zu sehen. Genauere Angaben zur Sterblichkeit liegen nicht vor. Die höchsten durch Wiederfänge belegten Altersangaben sind 11 Jahre sowie 11 Jahre und 6 Monate.

Stimme, Gesang & Ruf

Der dämmerungsaktive Waldwasserläufer wippt ständig mit dem Schwanz und beim Auffliegen oder auf dem Zug ist der Ruf ein lautes »PLÜit-tuit-tuit«.

Lebensraum

Der Waldwasserläufer brütet im Sommer in der Nadelwaldzone von Skandinavien und Ostdeutschland bis nach Ostsibirien. Er lebt in großflächigen, feuchten Bruchwäldern und Hochmooren. Der Aufenthalt im Brutgebiet beschränkt sich auf die Jungenaufzucht und dauert oft nur zwei Monate. Beim Vogelzug sind sie selbst an kleinsten, meist deckungsreichen Wasserstellen zu finden. Den Winter verbringt er teilweise in Mitteleuropa, vorwiegend aber in Zentralafrika und dem südlichen Asien.

Der Waldwasserläufer ist ein Kurz- bis Langstreckenzieher. Zu seinen Überwinterungsquartieren zählt das atlantische Westeuropa, das Mittelmeergebiet, Vorderasien, das tropische Afrika, Arabien sowie Südasien. Auch in Mitteleuropa überwintern Waldwasserläufer regelmäßig und erscheinen dann in den Niederlanden, Belgien, Deutschland sowie der Schweiz. Einzelne überwinternde Waldwasserläufer werden auch weiter östlich beobachtet. Der Wegzug skandinavischer Brutvögel beginnt ab Juni und damit ungewöhnlich früh. In den tropischen Regionen Afrikas überwinternde Vögel treffen dort ab Anfang August ein. Im September sind sie im tropischen Afrika bereits sehr häufig zu beobachten. Der Rückzug beginnt im März und auch in Mitteleuropa überwinternde Vögel verlassen ihre Überwinterungsquartiere ab März beziehungsweise ab Anfang April.

Der Zug erfolgt in breiter Front durch das Binnenland, wobei er sich weitgehend an Süßwasser aufhält. Größere Ansammlungen an einzelnen Rastplätzen oder seinen Überwinterungsquartieren werden nicht beobachtet.

Der Waldwasserläufer brütet in baumbestandenen Mooren, feuchten Bruch- und Auwäldern sowie waldbestandenen Ufern von stehenden und langsam fließenden Gewässern. Außerhalb der Brutzeit ist er an einer Vielzahl von Gewässertypen des Binnenlandes anzutreffen. Er ist dann auch an Kleinstgewässern wie beispielsweise Viehtränken, Torfstichen, Wiesengräben und Kanalufern anzutreffen.

Nahrung & Jagdverhalten

Er ernährt sich von Wasserinsekten, Krebstieren und auch kleinen Fischen.

Fortpflanzung, Balz & Brut

Der Waldwasserläufer kann bereits im 1. Lebensjahr brüten, die meisten Erstbrüter sind aber bereits im zweiten Lebensjahr. Waldwasserläufer führen eine monogame Saisonehe.

Anders als die meisten Regenpfeiferartigen brütet er nicht direkt am Boden, sondern besetzt meist alte Drosselnester. Genutzt werden aber auch die Nester von Ringeltauben, Krähen, Eichelhähern und Eichhörnchen. Sehr selten brütet er auch auf oder nahe dem Boden oder in Baumhöhlen. Der Legebeginn ist in Mitteleuropa ab Mitte/Ende April, in Skandinavien dagegen meist im Mai und weiter im Norden sogar oft erst im Juni. Das Gelege umfasst drei bis vier Eier. Diese sind kreiselförmig mit einer grünlichen bis gelben Grundfarbe. Das Legeintervall beträgt ein bis maximal zwei Tage, die Brutdauer beträgt 22 bis 24 Tage. An der Bebrütung sind beide Elternvögel beteiligt, wobei das Männchen ausschließlich nachts brütet.

Jungvögel & Aufzucht

Der Schlupf der Jungvögel erfolgt ungewöhnlich schnell und ist meist nach 30 bis 180 Minuten abgeschlossen. Die Eischalen werden von den Elternvögel sofort abtransportiert.

Die Jungvögel können die Nester bereits eine Stunde nach dem Schlupf verlassen, in der Regel erfolgt dies aber erst am nächsten Tag. Die Jungvögel werden dabei von den Elternvögel zum Sprung gelockt. Die Führungszeit beträgt etwa 26 bis 28 Tage.

Wichtiger Hinweis:

Dieser beschreibende Text basiert auf dem Artikel Waldwasserläufer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.